Das Märchen von der Harmlosigkeit der künstlichen Befruchtung

In vielen (nicht in allen) sog. Kinderwunschzentren, die von Frauenärzten betrieben werden, wird die künstliche Befruchtung als schnelle und erfolgreiche Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch angepriesen, egal ob die Ursache bei der Fau oder beim Mann liegt. Dabei wird sehr häufig die unvermeidbare Belastung der Frau durch die erforderliche Hormonbehandlung verharmlost und heruntergespielt. In Wirklichkeit jedoch stellt die künstliche Befruchtung eine erhebliche Belastung für den weiblichen Organismus dar, dies nicht nur wegen möglicher Risiken und Komplikationen durch die hormonelle Stimulation und Eizellentnahme, sondern auch durch nicht vorhersehbare psychische Beeinträchtigungen aufgrund der Manipulation des weiblichen Hormonshaushaltes.

So sollte ein guter Arzt – wenn immer möglich – der Frau die künstliche Befruchtung ersparen und andere natürliche Wege zur Schwangerschaft suchen, was oft durch eine fachgerechte Behandlung des Mannes durch einen ausgebildeten Männerarzt (Androloge) möglich ist. Die künstliche Befruchtung sollte den Fällen vorbehalten sein, wo keine andere Therapie möglich ist.